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Namensführung

Frauenhand mit Ehering in Männerhand

Eheschließung, © colourbox

03.04.2018 - Artikel

Hier finden Sie alle Informationen und Antragsformulare zum Thema Namenserklärung. Wenn Sie Fragen dazu haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

Namenserklärung

Sollte eine der folgenden Aussagen auf Sie zutreffen, müssen Sie vor der Beantragung des Passes noch eine Namenserklärung abgeben:

  • Sie möchten als verheiratete Eltern, die keinen gemeinsamen Ehenamen führen, erstmalig einen Pass für Ihr Kind beantragen
  • Sie möchten als nicht miteinander verheiratete Eltern einen Pass für Ihr Kind beantragen.
  • Sie und Ihr Ehepartner möchten einem Kind aus einer früheren Ehe den gemeinsamen Ehenamen erteilen.
  • Sie haben geheiratet und möchten einen neuen Pass, ausgestellt auf den neuen Namen, beantragen.
  • Sie sind deutsche Staatsangehörige, haben geheiratet und besitzen bereits ein Ausweisdokument auf Ihren Ehenamen, haben aber noch keine Namenserklärung abgegegeben
  • Ihre Ehe wurde geschieden und Sie möchten einen neuen Pass auf den Namen beantragen, den Sie vor Ihrer Ehe geführt haben.

Bitte vereinbaren Sie nach Vervollständigung der notwendigen Unterlagen ONLINE einen Termin. Welche Unterlagen erforderlich sind, hängt davon ab, aus welchem Grund Sie die Erklärung abgeben. Bitte lesen Sie sich die nachfolgenden Informationen unter der Überschrift „Namensrechtlichen Folgen Ihrer Eheschließung“.

Der neue Pass kann zwar gleichzeitig mit der Abgabe der Namenserklärung beantragt werden, aber erst dann ausgestellt werden, wenn die Namenserklärung von der zuständigen deutschen Innenbehörde bearbeitet und über sie entschieden wurde. Mit einer Bearbeitungszeit von mindestens drei Monaten ist deswegen zu rechnen. In diesem Zeitraum können und müssen Sie den bisherigen Reisepass weiter benutzen.

Namensrechtliche Folgen Ihrer Eheschließung

Die vor dem türkischen Standesbeamten abgegebe­nen namensrechtlichen Erklärungen werden durch die Bundesrepublik Deutschland nicht anerkannt, wenn die Ehefrau deutsche Staats­angehörige ist. Daher müssen Sie, wenn zum Beispiel die Ehefrau bei einer deutschen Auslandsver­tretung in der Türkei einen neuen Pass auf den Namen ihres Ehemannes beantragen möchte, zunächst beide Ehegatten bei dem Standesamt am Wohnort in Deutschland oder bei einer deutschen Auslandsvertre­tung in der Türkei eine Rechtswahl vornehmen und dann einen Ehenamen bestimmen. Sie können bereits zu diesem Zeitpunkt einen Reisepass mit Ihrem künftigen Namen beantragen.

Für Rechtswahl und Namensbestimmung vorzulegende Unterlagen:

  • Persönliche Vorsprache
  • Personalausweis/Reisepass für deutsche und EU-Staatsangehörige, Reisepass für türkische Staatsangehörige
  • Internationale Heiratsurkunde „Formül B“
  • Falls einer der Ehegatten oder beide Ehegatten türkische Staatsangehörige sind oder waren:
    Personenstandsregisterauszug mit allen Erläuterungen (Nüfus Kayıt Örneği -Tam Tekmil ve Vukuatlı)
  • Falls einer der Ehegatten in die deutsche Staatsangehörigkeit eingebürgert wurde, die Einbürgerungsurkunde
  • Falls in Deutschland abgemeldet, die Abmeldebescheinigung
  • Hiesige Anmeldung/Aufenthaltserlaubnis
  • Ggf. rechtskräftiges Scheidungsurteil (bei Vorlage eines türkischen Scheidungsurteils: Übersetzung und Apostille - „Il Adalet Komisyonu“)
  • Geburtsurkunden beider Eheleute und ggf. Geburtsurkunden der Kinder (für in der Türkei geborene Kinder „Formül A“), die von der Namenserklärung der Eltern betroffen sind

Diese Erklärung wird dann von der deutschen Auslandsvertretung in der Türkei an das zuständige Standesamt in Deutschland gesandt. Erst wenn wir von dort die Bestätigung der neuen Namensführung erhalten haben, kann der Ehefrau der auf den neuen Namen beantragte Reisepass ausgehändigt werden.

Für Rückfragen steht Ihnen Ihre zuständige Auslandsvertretung gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen

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