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Pergamon - Ausgrabung im Spiegel der Zeitgeschichte

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Der Name Pergamon steht nicht nur für die Entdeckung einer ganzen Kunstepoche, des Hellinismus, er steht auch für ein Stück Zeitgeschichte.

Der Name Pergamon steht nicht nur für die Entdeckung einer ganzen Kunstepoche, des Hellinismus, er steht auch für ein Stück Zeitgeschichte. Im Verlaufe der 135 jährigen Grabungsgeschichte änderte sich die Auffassung des Fachs Archäologie als Wissenschaft und über den Stil der Grabungen. Ging es früher vor allem um die Suche nach interessanten oder wertvollen Funden, steht heute die Beobachtung des originalen Fundzusammenhanges im Vordergrund. Neben den archäologischen Forschungen bildet der Erhalt und die Sicherung des Grabungsgeländes und seiner bestehenen Kulturschätze ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld.

Während also die Pergamon-Ausgräber unter der Leitung von Carl Humann 1878 mit dem Ziel begannen, die damals wiederentdeckten Reliefs des„Pergamon-Altars“zu bergen, steht schon seit über 100 Jahren die Erforschung der gesamten antiken Metropole im Vordergrund. Eine Datierung von bedeutenden Monumenten des pergamenischen Herrschers Eumenes II. (197-159 v. Chr.) sowie die Rekonstruktion der Besiedlungsgeschichte und des Straßensystems in den unausgegrabenen Bereichen des Stadtberges stehen heute im Mittelpunkt der Aktivitäten des DAI. Ein zentrales Anliegen der Pergamongrabung ist weiterhin der Schutz und die Präsentation wichtiger Bauten, nicht zuletzt, um den Forderungen an einen anspruchsvollen Kulturtourismus gerecht zu werden.
Im Juni 2014 findet der Grabungsort Pergamon und seine Kulturlandschaft Aufnahme in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten.

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