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Staatsangehörigkeit

Staatsangehörigkeitsausweis

Staatsangehörigkeitsausweis, © Ute Grabowsky / photothek.net

01.12.2017 - Artikel

Hier finden Sie Informationen Rund um das Thema Staatsangehörigkeit.

  1. Allgemeine Hinweise

Informationen sowie Antragsformulare finden Sie auf der Webseite des Bundesver­waltungsamtes.

Für Informationen zum türkischen Staatsangehörigkeitsrecht wenden Sie sich bitte an die örtlich zuständige türkische Auslandsvertretung:
RK-Erreichbarkeit und Öffnungszeiten

Erwerb durch Geburt

Das Staatsangehörigkeitsgesetz wurde bezüglich des Erwerbs durch Geburt in den letzten Jahren mehrfach geändert. Hier sehen Sie die Vorschrift zum Erwerb durch Geburt.

§ 4 [Erwerb durch Geburt]

1. Seit 01.07.1998: Durch die Geburt erwirbt ein Kind die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Ist bei der Geburt des Kindes nur der Vater deutscher Staatsangehöriger und ist zur Begründung der Abstammung nach den deutschen Gesetzen die Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft erforderlich, so bedarf es zur Geltendmachung des Erwerbs einer nach den deutschen Gesetzen wirksamen Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft; die Anerkennungserklärung muss abgegeben oder das Feststellungsverfahren muss eingeleitet sein, bevor das Kind das 23. Lebensjahr vollendet hat.

2. Seit 01.01.2000: Durch die Geburt im Inland erwirbt ein Kind ausländischer Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil

  1. seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat und
  2. seit 28.08.2007 ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder als Staatsangehöriger der Schweiz oder dessen Familienangehöriger eine Aufenthaltserlaubnis auf Grund des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedsstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit (BGBl. 2001 II S. 810) besitzt.

3. Seit 01.01.2000: Die deutsche Staatsangehörigkeit nicht nach Absatz 1 erworben bei Geburt im Ausland , wenn der deutsche Elternteil nach dem 31. Dezember 1999 im Ausland geboren wurde und dort seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, es sei denn, das Kind würde sonst staatenlos.

  1. Seit 15.12.2010: Die Rechtsfolge nach Satz 1 tritt nicht ein, wenn innerhalb eines Jahres nach der Geburt des Kindes ein Antrag nach § 36 des Personenstandsgesetzes auf Beurkundung der Geburt im Geburtenregister gestellt wird; zur Fristwahrung genügt es auch, wenn der Antrag in dieser Frist bei der zuständigen Auslandsvertretung eingeht.
  2. Seit 01.01.2000: Sind beide Elternteile deutsche Staatsangehörige, so tritt die Rechtsfolge des Satzes 1 nur ein, wenn beide die dort genannten Voraussetzungen erfüllen.


Einbürgerung

Einbürgerung ohne Wohnsitz im Inland
Eine Einbürgerung setzt grundsätzlich einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland voraus. Eine Einbürgerung aus dem Ausland liegt im Ermessen des Bundesverwaltungsamtes. Es prüft, ob es für Deutschland vorteilhaft ist, Sie ausnahmsweise trotz Ihres Wohnsitzes im Ausland, einzubürgern. Einen Anspruch auf Einbürgerung gibt es nicht. Die Auflagen für eine Einbürgerung von nicht in Deutschland lebenden Personen sind dabei besonders hoch. Wenn Sie früher deutscher Staatsangehöriger waren, werden Sie eingebürgert, wenn ein öffentliches Interesse an Ihrer Einbürgerung besteht. Gleiches gilt auch für Ihre minderjährigen Kinder. Bei der Beurteilung des öffentlichen Interesses sind folgende Gesichtspunkte mindestens zu erfüllen:

Beispiele für solche Beziehungen sind: bestehende oder frühere Ehegemeinschaften oder Lebensgemeinschaften mit einem Deutschen, längere Aufenthalte in Deutschland, Eigentum an Immobilien oder Wohnung zur eigenen Nutzung in Deutschland, Ansprüche aus Rentenleistungen oder Versicherungsleistungen bei deutschen Versicherungsträgern, deutsche Volkszugehörigkeit, Besuch deutscher Schulen oder anderer Ausbildungsstätten, Zugehörigkeit zu deutschen Vereinigungen, Tätigkeit im deutschen öffentlichen Dienst oder in deutschen Unternehmen, besondere Verdienste für Deutschland.

Sie sollten daher Ihren Antrag ausführlich begründen.

Bitte reichen Sie Ihren Einbürgerungsantrag bei der deutschen Auslandsvertretung ein, die für Ihren Wohnort zuständig ist. Dort erhalten Sie auch das Antragsformular. Sie können es aber auch von der Internetseite des Bundesverwaltungsamtes herunterladen (Stichwort: Deutsche Staatsangehörigkeit; Einbürgerung): Bundesverwaltungsamt

Bei der Auslandsvertretung werden Ihre Angaben und Unterlagen überprüft und anschließend mit einer Stellungnahme an das Bundesverwaltungsamt geschickt.

Beibehaltung

Die zu verwendenden Antragsformulare und Merkblätter finden Sie auf der Website des Bundesverwaltungsamts.

Die Antragsunterlagen können Sie bei Ihrer Auslandsvertretung einreichen oder direkt an das Bundesverwaltungsamt senden.

Nichterwerb bei Geburt im Ausland (sog. Generationenschnitt)


Weitere Informationen

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