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Internationales Parlaments-Stipendium des Deutschen Bundestages

Internationales Parlamentsstipendium

Internationales Parlamentsstipendium, © Internatıonales Parlaments-Stipendium, ©Bundestag

30.05.2024 - Artikel

Der Deutsche Bundestag lädt Sie gemeinsam mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin für fünf Monate zum Internationalen Parlaments-Stipendium (IPS) nach Berlin ein.

Die Idee des IPS-Programmes

Der Deutsche Bundestag vergibt jährlich das Internationale Parlaments-Stipendium (IPS) an politisch interessierte, junge Hochschulabsolventinnen und -absolventen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Frankreich, Israel, Nordamerika, Südamerika, dem arabischen Raum und Zentralasien sowie Südostasien und Neuseeland. Das IPS richtet sich an Jungakademiker, die sich in ihren Heimatländern aktiv für demokratische Grundwerte und eine aktive Zivilgesellschaft engagieren wollen. Der Deutsche Bundestag gibt diesen jungen Menschen die Gelegenheit, während einer dreimonatigen Tätigkeit bei einem Mitglied des Deutschen Bundestages das deutsche parlamentarische System und politische Entscheidungsprozesse kennenzulernen und praktische Erfahrungen im Bereich der parlamentarischen Arbeit zu sammeln. Ziel des Programms ist es außerdem, die Beziehungen Deutschlands mit den teilnehmenden Ländern zu fördern und zu festigen. In diesem Sinne wird erwartet, dass die Stipendiatinnen und Stipendiaten das Wissen, das sie im Rahmen des IPS erworben haben, in ihren Heimatländern aktiv befördern.

Teilnehmende Länder

Es können sich junge Menschen aus zurzeit 50 Ländern bewerben: Ägypten, Albanien, Algerien, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Chile, Estland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Indonesien, Irak, Israel, Jordanien, Kanada, Kasachstan, Kolumbien, Kosovo, Kroatien, Lettland, Libanon, Libyen, Litauen, Malaysia, Marokko, Moldau, Mongolei, Montenegro, Neuseeland, Nordmazedonien, Palästinensische Gebiete, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Syrien, Tschechien, Türkei, Tunesien, Ukraine, Ungarn, USA, Usbekistan und Zypern.

Programm

Das Programm dauert vom 1. März bis zum 31. Juli. Herzstück des IPS ist eine dreimonatige Mitarbeit bei einem Mitglied des Deutschen Bundestages. Die Stipendiaten werden dabei aktiv in die Arbeit eines Abgeordnetenbüros eingebunden. Sie begleiten ihre Abgeordneten zu Sitzungen der Ausschüsse, Fraktionen und anderer Gremien und gewinnen so Einblicke in die Funktionsweisen, Zusammenhänge und Verfahrensabläufe des Parlaments. Darüber hinaus besuchen die Stipendiaten regelmäßig Informationsprogramme und Seminare, die der Deutsche Bundestag und die politischen Stiftungen veranstalten.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind im Sommersemester als Studierende an der Humboldt-Universität zu Berlin und auf Wunsch auch als Nebenhörer an einer der anderen Universitäten eingeschrieben. Sie können während des Sommersemesters bis zu zwei Lehrveranstaltungen an der Humboldt-Universität zu Berlin oder einer der anderen Berliner Hochschulen besuchen. Ergänzend nehmen sie an einem wissenschaftlichen Begleitprogramm der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität teil.

Die politischen Stiftungen vermitteln im IPS den Stellenwert einer aktiven Zivilgesellschaft in einer Demokratie und bieten dazu Seminare zu unterschiedlichen Themen an.


Stipendium

Das Stipendium beinhaltet eine monatliche Zuwendung von 700 Euro, freie Unterkunft sowie eine Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung. Außerdem werden die Kosten der An- und Abreise nach und von Berlin übernommen. Das Internationale Parlaments-Stipendium wird vom Deutschen Bundestag finanziert.

Das Deutsch-Französische Parlamentsstipendium beginnt am 1. Oktober und endet am 31. Juli eines jeden Jahres. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden von März bis Juli in das IPS integriert. Im Wintersemester sind die französischen Stipendiatinnen und Stipendiaten an der Humboldt-Universität zu Berlin als Studierende eingeschrieben. Interessenten wenden sich bei Fragen bitte direkt an die Humboldt-Universität zu Berlin.

Auswahl

Das IPS ist offen für hoch qualifizierte, engagierte, aufgeschlossene und politisch interessierte Menschen, die die demokratische Zukunft ihres Landes aktiv und verantwortlich mitgestalten wollen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt. Die Koordination erfolgt an der deutschen Botschaft in jedem Land. Die qualifiziertesten Bewerber werden zu einem persönlichen Auswahlgespräch eingeladen. Eine Auswahlkommission des Deutschen Bundestages trifft die Endauswahl auf Grundlage der sprachlichen, fachlichen, sozialen und interkulturellen Kompetenzen der Bewerber.

Zulassungsvoraussetzungen

  • Staatsbürgerschaft des teilnehmenden Landes
  • abgeschlossenes Universitätsstudium (B. A., B. S., M. A., Diplom-, Magister, Staatsprüfung oder Promotion) in einem beliebigen Studienfach; ein Fachhochschulabschluss genügt nicht; der Nachweis des Studienabschlusses kann in begründeten Fällen bis zum 31. Dezember nachgereicht werden
  • sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache (mindestens Stufe B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen); Sprachzeugnis nicht älter als zwei Jahre
  • Ausgeprägtes Interesse an politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen sowie an deutscher Geschichte
  • gesellschaftspolitisches Engagement
  • Altersgrenze: Zum Zeitpunkt des Programmbeginns darf das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet sein.

Die vollständige Bewerbung muss folgende Unterlagen in deutscher Sprache enthalten:

  • Bewerbungsbogen (handschriftlich unterschrieben)
  • ausführliche Bewerbungsbegründung (handschriftlich unterschrieben, nicht mehr als zwei Seiten)
  • Studienabschlusszeugnis (Original oder amtlich beglaubigte Kopie in deutscher oder englischer Sprache, eingescannt) (in den USA und Kanada zusätzlich: Official Transscript der Hochschule im Original)
  • Nachweis sehr guter deutscher Sprachkenntnisse (mindestens Stufe B 2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen); in deutscher Sprache nicht älter als zwei Jahre
  • zwei Empfehlungsschreiben in deutscher oder englischer Sprache (nicht älter als ein Jahr), davon eines von einem Hochschullehrer oder vom Arbeitgeber, in dem die fachliche Qualifikation des Bewerbers für das IPS beurteilt wird auf offiziellem Briefpapier der ausstellenden Institution
  • ein Bewerbungsfoto als Bilddatei (JPEG oder anderes übliches Bildformat)
  • Kopie des Reisepasses oder Kopie der IDCard
  • Den Bewerbungsbogen sowie weitere Informationen erhalten Sie bei der deutschen Auslandsvertretung oder im Internet unter www.bundestag.de/ips. Hier finden Sie auch einen Vordruck für den Nachweis der Sprachkenntnisse (Verwendung freiwillig), die Adresse der deutschen Botschaft in Ihrem Heimatland und eine Checkliste zur Überprüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen.

    Bewerbungsschluss: 31. Juli 2024

    Bitte senden Sie die vollständigen Bewerbungsunterlagen per E-Mail in einem PDF-Dokument, dessen Dateiname aus Ihrem Familiennamen und Vornamen besteht (beispielsweise Muster-Max.pdf), an die deutsche Botschaft in Ankara an folgende Mailadresse: ku-10@anka.diplo.de

    Falls das PDF-Dokument die Größe von 15 MB übersteigt, teilen Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen auf mehrere E-Mails auf, deren Anlage jeweils höchstens eine Größe von 15 MB besitzt. Wenn Sie Ihre Bewerbungsunterlagen durch ein Komprimierungsprogramm größenreduziert übersenden möchten, verwenden Sie bitte ausschließlich ein Programm, das eine Archivdatei mit der Dateiendung .zip erzeugt (beispielsweise Muster-Max.zip). Achtung: Bewerbungsunterlagen in Papierform werden nicht berücksichtigt!

Das Netzwerk

Viele Stipendiaten sind in ihren Ländern aktiv und mittlerweile in verantwortungsvollen Positionen in Politik, Wirtschaft, Journalismus, Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft, im Auswärtigen Dienst oder für internationale Organisationen tätig. Die Stipendiaten pflegen auch nach dem Ende ihres Stipendiums über die Landesgrenzen hinweg engen Kontakt. In vielen IPS-Ländern haben sie sich in Alumni-Vereinigungen organisiert.

Die parlamentarische Koordinierung

Das Internationale Parlaments-Stipendium steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen Bundestages.

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