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Besuch bei der „Fliegenden Bibliothek“ in Avcilar

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Am 17. Oktober besuchte Generalkonsul Michael Reiffenstuel zusammen mit dem Leiter des Goethe-Instituts Istanbul, Dr. Reimar Volker, ein Projekt für geflüchtete und benachteiligte Kinder und Jugendliche im Istanbuler Stadtteil Avcilar.

Besuch der „Fliegenden Bibliothek“ in Avcilar
Besuch der „Fliegenden Bibliothek“ in Avcilar© Generalkonsulat Istanbul/Mehmet Erken

Am 17. Oktober besuchte Generalkonsul Michael Reiffenstuel zusammen mit dem Leiter des Goethe-Instituts Istanbul, Dr. Reimar Volker, ein Projekt für geflüchtete und benachteiligte Kinder und Jugendliche im Istanbuler Stadtteil Avcilar. Hier führt das Goethe-Institut zusammen mit türkischen Partnern (u.a. Yuva Association, Art Anywhere Association, örtliche staatliche Institutionen wie Stadtverwaltungen, Gouverneursämter) seit Anfang 2018 das Projekt „Fliegende Bibliothek“ durch. In der Türkei sind seit 2015 zwei sog. „Fliegende Bibliotheken“ im Einsatz – bislang vom Auswärtigen Amt finanziert. Projektidee: Grenzgebiete und Ballungszentren mit hoher Flüchtlingspopulation bieten kaum Raum für eine gesunde und kindgerechte Entwicklung – hier soll das Projekt Linderung bieten. Die „Fliegende Bibliothek“ ist ein ausgebauter Container, der über begrenzte Zeiträume an ausgesuchten Orten stationiert zu einem Begegnungspunkt für syrische und türkische Kinder und Familien wird. Unterschiedlichste Bildungsangebote sind darauf ausgerichtet den Alltag der Kinder zu bereichern und ihnen neue Wege des Zusammenlebens aufzuzeigen. Der Aspekt der sozialen Kohäsion wird somit bereits im Kindesalter aufgegriffen. Ziel der „Fliegende Bibliothek“ ist es, zur Integration syrischer Kinder beizutragen und Spannungen in friedfertiger Form zu lösen. Hintergrund: Seit fast sieben Jahren nimmt die Türkei eine steigende Anzahl von Flüchtlingen auf. Die tatsächliche Zahl der Geflüchteten in der Türkei wird auf 3,5 Mio. geschätzt. Grenzstädte wie z.B. Gaziantep und Metropolen wie Istanbul sind zum Sammelbecken für all jene geworden, die Syrien dauerhaft verlassen mussten. Um Isolation aufzubrechen und eine Partizipation in der türkischen Gesellschaft zu ermöglichen initiiert das Goethe-Institut seit 2014 Projekte, die einen Beitrag zur sozialen Kohäsion leisten.

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