Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

80. Jahrestag des Überfalls auf Polen

02.09.2019 - Artikel

Am 1. September jährt sich der Überfall Deutschlands auf das Nachbarland Polen zum 80. Mal. Mit dem Beschuss der Westerplatte bei Danzig und der Kleinstadt Wielun begann der Zweite Weltkrieg. Anders als es die NS-Propaganda vom „Polen-Feldzug“ glauben machen wollte, war der Krieg gegen Polen von Beginn an ein brutaler Vernichtungskrieg, bei dem auch auf die zivile Bevölkerung keine Rücksicht genommen wurde.

Die ersten Schüsse des Zweiten Weltkriegs fielen am frühen Morgen. In der Danziger Bucht ankerte das deutsche Marineschiff „Schleswig Holstein“. Kurz nach Tagesanbruch am 1. September 1939 nahm es den polnischen Militärposten auf der Halbinsel Westerplatte unter Beschuss. 1500 deutsche Soldaten griffen mit schweren Geschützen und Flugzeugen die stationierten 182 polnischen Soldaten an.

Gedenken anlässlich des 75. Jahrestag des Warschauer Aufstands

Der deutsche Außenminister Heiko Maas trifft seinen polnischen Amtskollegen Jacek Czaputowicz bei der Gedenkfeier anlässlich des 75. Jahrestages des Warschauer Aufstands. Bei den Feierlichkeiten Anfang August 2019 bewegt sich Maas auf den Spuren von Willy Brandts berühmten Kniefall - als Geste der Versöhnung. Maas' Kniefall ist eher ein verbaler: „Ich bin hierhergekommen, weil ich die Toten ehren und die Familien der Toten und Verletzten, weil ich das polnische Volk um Vergebung bitten will“, sagt er in seiner Gedenkrede im Museum für den Warschauer Aufstand. „Ich schäme mich für das, was Ihrem Land von Deutschen und im deutschen Namen angetan wurde. Und ich schäme mich dafür, dass diese Schuld nach dem Krieg viel zu lange verschwiegen wurde.“

nach oben