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Familiennachzug zum anerkannten Ehegatten oder Elternteil

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Wer in Deutschland als Schutzberechtigter anerkannt wurde, hat das Recht, seinen Ehegatten und seine minderjährigen ledigen Kinder zu sich nach Deutschland zu holen.

Dazu gehen Sie bitte wie folgt vor:

  • Erledigen Sie unbedingt innerhalb der ersten drei Monate nach Anerkennung die „fristwahrende Anzeige“ des geplanten Familiennachzugs. Dies geht am besten und bequemsten über das eigens eingerichtete Webportal des Auswärtigen Amts Alternativ können Sie die fristwahrende Anzeige auch über die Ausländerbehörde oder per e-Mail an die Visastelle, bei der die Familie beantragen möchte, erledigen. In diesen Fällen lassen Sie sich aber unbedingt eine Empfangsbestätigung als Nachweis für das spätere Visumverfahren geben und legen Sie diese am Tag des Termins bei der Visastelle vor. Den Antrag auf Fristwahrung kann der Antragsteller selbst, der Ehegatte bzw. Elternteil in Deutschland oder von diesen Bevollmächtigte vornehmen.
  • Nehmen Sie online die Terminbuchung für alle Familienangehörigen, die ein Visum beantragen möchten über die Webseite von iDATA vor.
  • Nutzen Sie die Wartezeit auf den Termin um die Unterlagen sorgfältig zusammenzustellen. Die Übersicht über die benötigten Unterlagen finden sie unten unter Antragsformulare und Dokumente. Nutzen Sie dafür unbedingt auch das kostenlose Beratungsangebot von IOM
  • Zu dem Termin müssen alle Antragsteller persönlich mit den aufgeführten Unterlagen bei der Visastelle erscheinen. Ohne persönliches Erscheinen kann der Visaantrag nicht angenommen werden. Dies gilt auch für minderjährige Kinder unabhängig von ihrem Alter.

Wichtige Hinweise:

  • Keinen gesetzlichen Anspruch auf Familiennachzug haben bei volljährigen Schutzberechtigten alle anderen Familienangehörigen, also z.B. Eltern, volljährige Kinder und Geschwister. Sie können natürlich auch einen Visaantrag stellen, allerdings sind hier die gesetzlichen Voraussetzungen erheblich strenger. Mehr Informationen erhalten Sie hier.
  • Der Familiennachzug von mehr als einer Ehefrau ist auch bei Vorliegen von Härtegründen nicht möglich. § 30 Absatz 4 des deutschen Aufenthaltsgesetzes schließt einen Familiennachzug zu diesem Zweck ausnahmslos aus. 
  • Ein Familiennachzug ist ebenfalls ausgeschlossen, so lange das Asylverfahren in Deutschland nicht erfolgreich abgeschlossen wurde. Auch Flüchtlinge in Deutschland, die nur im Besitz einer Duldung sind, können keinen Familiennachzug erhalten.
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