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Der 9. Petersberger Klimadialog 2018 legt Schwerpunkt auf Klimaschutz und Gerechtigkeit

20.06.2018 - Artikel

Der Petersberger Klimadialog wird seit 2010 von der Bundesregierung veranstaltet und hat sich inzwischen als wichtiger Termin in der internationalen Klimadiplomatie etabliert. Die Treffen finden im informellen Stil statt, um eine offene Debatte zu fördern. Ko-Vorsitzender ist jeweils das Land, das der nächsten Weltklimakonferenz vorsitzt.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze und der designierte Präsident der nächsten Weltklimakonferenz in Kattowitz, der polnische Staatssekretär Michal Kurtyka, haben in diesem Jahr für den 18. und 19. Juni rund 35 Ministerinnen, Minister sowie hochrangige Repräsentanten aus allen Teilen der Welt zum Petersberger Klimadialog nach Berlin eingeladen. Die Türkei wird bei der Veranstaltung von Herrn Mehmet Emin Birpınar, Chefunterhändler und stellvertretender Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Städtebau, vertreten.

Unter dem Motto „Changing together for a just transition“ legt das Treffen erstmals einen ausdrücklichen Schwerpunkt auf soziale Aspekte des Klimaschutzes. Der Begriff „Just Transition“ beschreibt einen gerechten Umbau der fossilen Wirtschaft in eine nachhaltige Wirtschaft.

Weitere Themen, die im Rahmen der Veranstaltung behandelt werden sollen sind:

  • Die Vorbereitung der 24. Weltklimakonferenz (COP24) im Dezember 2018 in Kattowitz, bei der die Umsetzungsregeln des Pariser Klimaschutzabkommens beschlossen werden sollen, die zum Beispiel die Beiträge der einzelnen Staaten messbar und vergleichbar machen.
  • Klimafinanzierung. Auch hier geht es um Gerechtigkeit – nämlich die Unterstützung der Entwicklungsländer durch die Industrieländer.
  • Der bei der 23. Weltklimakonferenz in Bonn unter der Präsidentschaft von Fidschi initiierte Talanoa-Dialog, der die Staaten dazu motivieren soll, bis 2020 ihre Klimaschutzbeiträge zu überprüfen und auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz im Dezember dazu ein deutliches politisches Signal zu senden.

Denn wenn die Weltgemeinschaft - wie in Paris vereinbart - den gefährlichen Klimawandel abwenden will, reichen die aktuellen Klimaziele der Staaten noch nicht aus.

Quelle: https://www.bmu.de/themen/klima-energie/klimaschutz/internationale-klimapolitik/petersberger-klimadialog/




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